Anlagestrategien für die Altersvorsorge mit Fonds
Grundlegend gilt beim sparen für die Rente: Das Geld muss zum gewünschten Rententermin verlässlich zur Verfügung stehen. Um von Anfang an das Risiko zu reduzieren ist eine ausgewogene Mischung im Fondsdepot wichtig.
Aktienfonds bieten die besten Chancen auf Rendite.:
Je grösser der Aktienanteil im Depot ist, umso grösser ist das Risiko. Umso grösser ist allerdings auch die Chancen auf hohe Renditen.
In Aktienfonds sollte man nur Geld investieren auf das man für eine längere Dauer verzichten kann.
Sie bergen ein relativ hohes Risiko. Es ist wichtig sich vor einem solchen Fondinvestment darüber klar zu werden wann das Geld wieder zur Verfügung stehen muss.
Denn bei einem Investment in Aktienfonds braucht man vor allem eines: Zeit zum Aussitzen von schlechten Kursen. Man muss genügend Zeit haben um abwarten zu können, bis sich der Kurs von schwankungsintensiven Wertpapieren wieder erholt hat. Zusätzlich sollte man von Anfang an auch auf sichere Investments setzen und mindestens die Hälfte seines Geldes in sichere Geldanlagen investieren. Ein Teil des Vermögens kann in schwankungsanfällige Geldanlagen wie Aktienfonds investiert werden.
Hier gilt: Je Risikofreudiger der Anleger umso höher darf der Aktienanteil sein.
Richtwert: Ein sicherheitsorientiertes Depot enthält mindestens zu 70-75% sichere Geldanlagen wie Bundesschatzbriefe, Bundesanleihen und Festgeld. Der restliche Teil kann sich aus verschiedene Aktien-Investmentfonds zusammensetzen. Wer sich zu den Risikofreudigeren Anlegern zählt kann den Aktienanteil erhöhen. Die Aktienbeteiligungen sollten möglichst breit gestreut sein. Emerging Markets und Branchenfonds sollten den kleinsten Anteil im Depot darstellen. Sie sind am risikoreichsten.
Aktienfonds-Welt und Euro stellen hingegen eine gute Basis für Wertzuwachs dar und sollten immer den Grossteil der Aktienfonds im Depot darstellen.
Wichtig hierbei: Auf die richtigen Fonds setzen. Neu aufgelegte Fonds gehören nicht oder kaum ins Altersvorsorge-Depot. Denn diese haben sich noch nicht bewährt, der Kursverlauf ist völlig offen.
Stattdessen sollte man auf Fonds setzten die sich bereits bewährt haben, einige Jahrzehnte erfolgreich am Markt sind und bisherige Börsencrashs wieder ausgeglichen haben.
Nur sehr junge Anleger bis zu einem Alter von maximal 30 Jahren können ein reines Investment in Aktienfonds wagen. Und das auch nur wenn Sie risikofreudig sind und mit der Zeit Ihr Geld in sicherere Fonds/Wertpapiere/Geldanlagen (wie z.B. Rentenfonds oder Bundesanleihen) investieren. Je näher die Rente rückt, umso mehr sollte man den Aktienanteil im Depot reduzieren und in sein Geld in Festzinsanlagen umschichten.
Grundsätzlich spricht zwar nichts dagegen das auch ältere Menschen die Chancen von Aktienfonds ausnutzen, da eine Altersvorsorge allerdings normalerweise zum normalen Lebensunterhalt beisteuert ist es mit zunehmendem Alter risikoreicher in Aktienfonds zu investieren, da man evt. nicht mehr genügend Zeit hat die Kursverluste auszusitzen.
Man muss bedenken das die Aktienmärkte heutzutage immer stürmischer werden, und sich der Anlagezeitraum dadurch verlängert, da man nicht auf stetigen Wertzuwachs hoffen kann.
Es wird schwerer den passenden Verkaufszeitpunkt für seine Fonds zu finden.
Starke Nerven für starke Rendite:
Eine Basis für gute Renditen ist es, wenn man seine Fonds günstig eingekauft hat. Denn dann kann man Sie mit viel Gewinn wieder verkaufen wenn die Kurse hoch sind.
Zudem müssen die Kurse weniger stark steigen damit man Gewinn einstreichen kann.
Soweit der Plan. Die Realität sieht oft anders aus. Denn viele Anleger geraten in Krisenzeiten in Panik, setzen mit ihren Fondskäufen aus oder (was noch schlimmer ist) verkaufen Ihre Fonds mit Verlust.
Aber es ist nichts dabei wenn die Kurse ein paar Jahre im Keller sind. Wer einen langfristigen Anlagehorizont hat, dem kann das egal sein. Gerade dann, wenn es mit den Börsenkursen bergab geht, hat man die Chance für einen günstigen Preis Investmentfonds einzukaufen.
Wenn die Kurse im Keller sind ist es richtig Geld in Aktienfonds anzulegen. Dann kauft man günstig Fonds.
Läuft die Börse Jahrelang gut und die Kurse zeigen bereits eine ganze weil Aufwärts, ist es ratsam die günstig gekauften Aktienanteile in sicherere Fonds umzuschichten. So sichert man sich den Gewinn. Es wird oft der Fehler begangen und in Börsenhochzeiten Aktienfonds gekauft. Das ist fatal: Denn ein riskantes Wertpapier wie Aktienfonds auch noch zu Höchstkursen zu ordern birgt ein enormes Risiko.
Besser ist es bei hohen Kursen in sichere Fondspapiere wie Geldmarktfonds oder Euro-Rentenfonds oder Bundesanleihen zu investieren und wieder in den Aktienmarkt zu investieren wenn die Kurse am Boden sind.
Wichtig bei dem ganzen Szenario: Die Depot-Zusammensetzung sollte man im Auge behalten und den Anteil an sicheren Geldanlagen ständig auf seinem Sollwert halten.
Der richtige Zeitpunkt für den Ausstieg:
Um Erfolg mit Aktienfonds zu haben ist es wichtig Kursgewinne zu erzielen. Das geht nur wenn man mit Gewinn veräussert. Das setzt voraus das man seine Fonds zum richtigen Zeitpunkt verkauft.
Um diesen zu finden ist es wichtig, keinen Stichtag oder einen festen Zeitpunkt zu setzen an dem das Geld benötigt wird. Besser ist eine Zeitspanne von einigen Jahren in der man die Kurse verstärkt beobachtet. Stehen die Kurse gut, so kann man verkaufen. Stehen die Kurse schlecht, kann man immer noch etwas abwarten bis sich die Börsen erholt haben.
Soll das Geld für eine private Rente zur Verfügung stehen, dann empfiehlt es sich bereits 10-12 Jahre vor Rentenbeginn die Börsen öfters zu beobachten und auf hohe Kurse zu warten. Ist das gesteckte Renditeziel erreicht, so sollte man verkaufen und in festverzinste Geldanlagen umschichten. Auch dann wenn es noch zur Rente ein bischen dauert. Das ist besser als bei Rentenbeginn mit Minusrendite verkaufen zu müssen.
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