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Eine Altersvorsorge bei der mein Geld sicher ist
Donnerstag, 3. Dezember 2009

Sichere Altersvorsorge Kapitalanlagen

Steigende Kurse und Gewinne
Hochzinsanlagen investieren das Anlegergeld oft in unsichere Geldanlagen

Börsencrashs und Finanzkrisen schüren ein altes Bedürfnis unter Sparern: Sicherheit. Immer mehr Menschen möchten Ihr Geld vor allem in eine sichere Geldanlage investieren die vor den Gier-Auswüchsen div. Banker sicher ist und bei der sich das Geld mit Sicherheit vermehrt und der Sparer nicht das Risiko eingehen muss sein Geld zu verlieren.







Je mehr Sicherheit eine Geldanlage bietet, umso weniger Renditechancen bietet sie. Diese Grundregel gilt für alle Sparten und Produkte der Kapitalanlage. Auch wenn „Dritte“ oft eine sehr hohe Rendite bei gleichzeitigem Kapitalschutz versprechen, sollte man sich nicht in die Irre leiten lassen. Immer dann, wenn ein Investment hohe Renditen verspricht steigt auch das Risiko das angelegte Geld zu verlieren.




Nachfolgend finden Sie Informationen zur der Sicherheit diverser Geldanlage-Produkte.


Sehr sicher: Kapitalbildende Versicherungen und Spareinlagen


Rentenversicherungen und Lebensversicherungen:


Bei beiden Varianten bieten alle Anbieter nicht nur einen Schutz des eingezahlten Geldes, sondern sogar eine garantierte Mindestverzinsung (diese liegt derzeit bei 2,25% abzüglich der Kosten und Gebühren). Versicherungen investieren das Geld der Anleger weitestgehend in festverzinste Wertpapiere und Anleihen. Dies sind sehr sichere Anlagen. Ob Private Rentenversicherung oder Kapitallebensversicherung: Beide Sparformen bieten ein Höchstmass an Sicherheit, verursachen für den Sparer aber leider auch sehr viel Kosten. Laut Vertrag hat der Kunde also ein Recht gegenüber der Versicherung auf sein eingezahltes Geld zzgl. der Garantierverzinsung.



Achtung Risiko: Fondspolicen sind unsicher
Konventionelle Versicherungen bieten ein hohes Mass an Sicherheit. Dies gilt allerdings oft nicht für fondsgebundene Versicherungen. Investiert man in eine Versicherung mit Fonds, dann trägt der Sparer meist das volle Risiko des Kapitalverlusts. Wer sich für das Versicherungssparen interessiert, der sollte sich nach einer staatlich geförderten Variante umsehen. Diese bieten viele Vorteile gegenüber nicht geförderten Versicherungsprodukten. Info hier: Fondsgebundenen Versicherungen


Wenn der Versicherer Pleite geht
Es könnte nun passieren, das sich eine Versicherungsgesellschaft an der Börse verspekuliert ,Pleite geht und Zahlungsschwierigkeiten bekommt. Dann hat man als Kunde zwar immer noch ein vertragliches Recht auf seine Mindestrendite und Eigenbeiträge allerdings kann die Versicherung nicht auszahlen, da Sie Zahlungsunfähig (Insolvent) ist.


In solch einem Falle springt die Sicherungsgesellschaft der Versicherungen ein. Es handelt sich hierbei um einen Fonds Namens „Protektor-AG“, der eigens für diesen Zweck gegründet wurde. Er springt ein, wenn ein Versicherer seinen bisherigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und begleicht deren Rechnungen gegenüber den Gläubigern. Alle Versicherer zahlen einen gewissen Anteil in den Kapitaltopf dieses Fonds ein. Geht ein Versicherer Bankrott, so wird dieser also durch die Beiträge aller Versicherer die in den Protektor-Fonds einzahlen gerettet.



Spareinlagen: Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld, Banksparpläne etc.


Alle diese Varianten der Geldanlage gehören, wie die Versicherungen, zu den sichersten Investments. Der Vorteil gegenüber eine Versicherung: Spareinlagen verursachen für den Sparer sehr viel weniger Kosten/Gebühren uns sind um einiges flexibler (vorzeitige Kündigung, Stundung, Anbieterwechsel).


Der Sparer legt hierbei Geld bei einer Bank an und diese Verzinst das Geld mit einem vorher definierten Zinssatz. Sparbücher und Festgeld bieten bereits bei der Kontoeröffnung einen garantierten Zinssatz. Ein Banksparplan oder Tagesgeld hingegen bietet dem Kunden einen variablen Zins. Heisst: Der Zins kann während der Anlagezeit mal höher und mal niedriger sein. Alle Spareinlagen haben jedoch eines gemeinsam: Ein Minus ist ausgeschlossen und das Geld ist völlig unabhängig von direkten Kurschwankungen angelegt.


Wenn die Bank Zahlungsunfähig wird
Alle Spareinlagen sind in Deutschland über die Einlagensicherung abgesichert. Die Einlagen-Sicherung schützt das Guthaben von Privatpersonen und Firmen, welches in Termingeldern, Tagesgeldern, Girokonten, Sparbüchern und Festgeldern angelegt wurde. Kann die anbietende Bank nicht mehr zahlen bzw. ist Bankrott, dann springt einer der Einlagensicherungsfonds ein und sichert die Gelder der Kunden bis zu einer Höhe von 50.000 Euro pro Kunde ab.


Dies gilt für alle Banken aus Mitgliedstaaten der EU. Der Einlagensicherungsfonds bezeichnet ein Vielzahl von Sicherungsfonds, die dazu dienen die Geldeinlagen der Anleger zu schützen, sollte eine Bank Pleite gehen.


Sehr Sicher: Riester Produkte


Für alle Sparvarianten der Riester Rente gilt: Der Anbieter muss dem Sparer garantieren bei Vertragsende das eingezahlte Geld (Eigenbeiträge) plus die Zulagen vom Staat wieder auszuzahlen. Dies ist für alle Riester-Verträge gesetzlich vorgeschrieben. Es ist also egal ob man sein Geld in eine Riester-Versicherung, Riester-Banksparplan, Riester Bausparvertrag oder in Riester-Fonds investiert: Erfüllt der Sparer seine Vertragspflichten, dann muss der Anbieter das eingezahlte Feld zzgl. der Riester Zulagen an den Kunden ausschütten (in Form einer Rente).



Was aber wenn der Riester-Anbieter Bankrott geht und kein Geld auszahlen kann?
Bei Riester-Rentenversicherungen gilt hier das gleiche Prinzip wie bei herkömmlichen Kapital-Versicherungen: Die Protector Versicherungs AG springt ein und übernimmt die Verpflichtungen des in Schieflage geratenen Geldinstituts.


Für Riester Banksparpläne und Bausparverträge springt, wie bei herkömmlichen Spareinlagen, ein Einlagensicherungsfonds ein und deckt pro Kunde einen Betrag von 50.000 Euro ab.


Für Riester Fonds gilt:
Geht die Fondsgesellschaft Pleite, dann darf das Vermögen eines Fonds vom Insolvenzverwalter nicht angetastet werden. Selbst wenn die Bank/Fondsgesellschaft Insolvent ist, bleibt also das Vermögen Ihrer Fonds geschützt. Denn Fondsvermögen gilt als Sondervermögen und darf nicht angetastet werden. Das Risiko beschränkt sich also auf fallende Kurse. Da der Anbieter bei Riester-Fondssparplänen aber dazu verpflichtet ist, mindestens das eingezahlte Geld wieder auszuzahlen, auch wenn die Kurse sinken, gehören Riester Fonds mit zu den sichersten Wertpapier-Geldanlagen, in welche deutsche Anleger investieren können.


Weniger Sicher: Investmentfonds


Wer sein Geld in Fonds investiert, dessen Geld ist den Schwankungen der Wertpapiermärkte unterworfen. Heisst: Geht es and der Börse Bergab, dann schwindet auch das Fondsvermögen der Anleger.


Grundsätzlich gilt hier: Je höher die Aktienquote eines Fonds ist umso höher ist das Risiko. Gleiches gilt für die Bandbreite in die ein Fond investiert: Je weniger Regionen/Branchen der Fonds zu investieren nutzt umso höher ist das Risiko von schwankenden Kursen. Man ist bei Fonds also von der wirtschaftlichen Lage einzelner Regionen, Branchen oder Produkten abhängig. Nicht aber von dem wirtschaftlichen Erfolg einzelner Unternehmen.



Es gibt mehre Zehntausende Fonds weltweit. Die Risikoklassen reichen von „konventionell“ bis „Spekulativ“. Grundsätzlich sind alle Fonds von den Schwankungen an den Börsen abhängig. Daher eignen Sie sich nur für Anleger mit einer gewissen Risikobereitschaft, denn Verluste sind keineswegs ausgeschlossen. Wie hoch das Risiko jedoch genau ist, hängt von der jeweiligen Fondszusammensetzung ab. Man kann Geld z.B. in Fonds mit einem geringen Aktienanteil investieren oder in einen sehr breit streuenden Fonds investieren. Solche Strategien senken das Anlagerisiko und machen Fonds zu einer möglichen Altersvorsorge mit hohen Renditechancen.
Mehr zur Sicherheit von Fonds



Was wenn ein Fondsanbieter Pleite ist:
Geht eine Kapitalgesellschaft die eine Fonds anbieten Pleite, dann darf das Fondsvermögen trotzdem nicht angerührt werden und bleibt vor Gläubigern geschützt. Denn eine Investmentgesellschaft muss Fondskapital streng vom Firmenvermögen trennen. Selbst wenn eine Investmentgesellschaft alle Zahlungen einstellt und offiziell Zahlungsunfähig wird, bleibt das Geld in Fonds unangetastet und kann an die Anleger des Fonds ausgezahlt werden.


Unsicher: Aktien


Wer sein Geld in Aktien investiert der setzt im wahrsten Sinne des Wortes alles auf eine Karte. Denn mit einer Aktie beteiligt man sich an einem einzelnen Unternehmen/Betrieb. Geht es dem Unternehmen schlecht und die Aktienkurse fallen, so ist man direkt davon betroffen. Aktien bergen ein hohes Risiko von Kurschwankungen. Selbst wenn man in traditionsreiche Unternehmen investiert, bleibt man immer vom Erfolg dieses einzelnen Unternehmens abhängig. Geht es der Firma schlecht, dann sinken in der Regel auch die Aktienwerte. Andererseits bieten Aktien auch ein hohes Potential für schnelle Rendite. Denn geht es der Firma gut und man ist zu einem günstigen Kurs eingestiegen kann man sehr hohe Kursteigerungen mitnehmen wenn man seine Aktien wieder verkauft.


Eine Aktie ist sehr Schwankungsintensiv und eignet sich daher grundsätzlich nicht dazu Geld fürs Alter anzulegen. Denn eine Altersvorsorge sollte mit sicher zum geplanten Rentenbeginn zur Verfügung stehen. Diese Planbarkeit ist bei Aktien nicht gegeben. Das Risiko sein Geld zu verlieren ist relativ hoch. Tip: Wer die Renditechancen der Aktienmärkte nutzen möchte, dem sind Aktienfonds zu empfehlen. Diese verteilen das Anlegerkapital auf mehrere Aktien. Man ist als Anbieter also nicht von einem Unternehmen abhängig, sondern das Geld wird in verschiedene Firmen investiert. Dies senkt das Risiko enorm.
Mehr zum Thema Sicher anlegen mit Aktienfonds





Was bei Pleite des Aktien-Emittenten?
Geht die Firma, von der man Aktien gekauft hat Pleite, so hat man wenig Aussichten auf Entschädigung. Denn mit einer Aktie wird man automatisch Mitunternehmer der Aktiengesellschaft. Man ist an Gewinnen und an Verlusten mitbeteiligt.
Muss die Aktien-Gesellschaft Insolvenz anmelden, dann kann man als Anleger erst auf eine Kapitalauszahlung hoffen wenn alle Gläubiger bedient sind. Die Aktionäre kommen zum Schluss dran. Aber selbst, wenn nachdem alle Gläubiger bezahlt wurden, noch Geld vorhanden ist um es an die Aktionäre auszuzahlen hat man als Anleger meist schlechte Karten. Denn in der Regel gehen die Aktienkurse eines Unternehmens bereits vor der Insolvenz stark nach unten. Und da man als Aktionär nur den aktuellen Wert der Aktie ausgezahlt bekommt hat man, bei einer Insolvenz der Aktiengesellschaft, meist den Grossteil seines Geldes verloren.


Unsicher: Zertifikate

Eine pausschale Kategorisierung von Zertifikaten in verschiedene Sicherheitsstufen ist schwierig. Denn Zertifikate gibt es in unzähligen Varianten. Die einen sind sicher und bergen kaum Risiko, die anderen sind hochspekulativ. Der Zertifikate-Anbieter hat die Möglichkeit diese frei zu gestalten wodurch er die Abhängigkeiten von Gewinn oder Verlust von sehr vielen Einflüssen abhängig machen kann.


Das Risiko bei Zertifikaten liegt in der Vielfalt:
Zertifikate sind meist vor allem eines: Kompliziert. Die wenigsten Zertfifikate sind einfach und nachvollziehbar für den Kunden aufgebaut. In Tests wissen oft nicht mal die Bankberater genau, wie das jeweilige Produkt funktioniert.


Darin liegt das Risiko begründet. Denn Zertifikate können sehr spekulativ aufgebaut sein. In jedem Fall sind Zertifikate kaum eine Möglichkeit sich eine Zusatzrente fürs Alter aufzubauen. Denn die Geldanlage ist nicht gut planbar. Für Sparer mit hohem Nettoeinkommen, Verständnis für Finanzprodukte und Risikobereitschaft, können Zertifikate eine Alternative zu Aktien-Branchenfonds und Hedgefonds sein.



Menschen die noch nicht für eine private Zusatz Rente im Alter sparen, sollten nicht in Zertifikate investieren, sondern vorrangig in eine der staatlich geförderten Privatrenten wie Riester oder Rürup einzahlen. Die staatlich geförderten Verträge bieten meist gute Versicherungsbedingungen und eine zusätzliche Rendite in Form der Riester Zulagen.


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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 4. Juni 2010 )
 

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