Investmentfonds als Altersvorsorge
 Mit Fonds in die Gewinnzone: Zeit und Geduld sind der Schlüssel
Ein Vorsorgekonzept mit Fonds ist einfach zu verstehen. Man kauft Investmentfonds für einen Betrag x und wartet bis die Kurse der Fonds steigen. Dann verkauft man die Fonds wieder.
Die Differenz zwischen Einkaufs und Verkaufspreis ist der Gewinn. Zusätzlich profitiert man von den Ausschüttungen der Fonds. Investmentfonds, insbesondere Aktienfonds, bieten sehr attraktive Renditechancen. Gute Aktienfonds bringen auf 2-3 Jahrzehnte gesehen im Schnitt zwischen 5 bis 7 % jährliche Rendite. Rentenfonds liegen knapp darunter. Eine Garantie gibt es dafür aber nicht. Auch ein Verlust ist mit Fonds möglich.
Fonds sind Wertpapiere deren Kurs stark schwanken kann. Daher sollte man nur Geld in Fonds investieren, das man auf längere sicht entbehren kann. Wie Fonds grundlegend funktionieren erfahren Sie im Artikel Basiswissen Fonds.
Bis man Fonds wieder mit Gewinn verkaufen kann vergehen oft Jahre oder gar Jahrzehnte. Womit der wichtigste Parameter bei der Altersvorsorge mit Investment-Fonds genannt wurde: Die Zeit.
Wer erfolgreich in Investmentfonds anlegen möchte braucht Zeit und Geduld. Denn es bleibt einem nichts anderes übrig als schlechte Börsenzeiten auszusitzen wenn man nicht mit Verlust verkaufen will. Ein Ottonormalverbraucher kann im Normalfall keine grösseren Summen für einen solchen Zweck entbehren. Für Geringverdiener und Menschen mit Durchschnittseinkommen ist ein vernünftiger Einstieg in das Anlegen mit Fonds daher nur mit einem Fondsparlan machbar.
Hierbei investiert man in regelmässigen Abständen einen kleinen, festen Geldbetrag in Fondsanteile. So wächst der Depotbestand nach und nach an. Diese Anlagetechnik kann sich fast jeder leisten. Denn Fondsparen ist oft schon ab 25 Euro monatlicher Sparrate möglich. Das Risiko wird dabei erheblich reduziert. Denn durch das regelmässige investieren in kleineren Raten kauft man zu unterschiedlichen Preisen ein. Das dauerhafte Resultat ist ein günstiger Durchschnittspreis.
Tip: Fonds bieten die besten Renditechancen von allen Varianten der Altersvorsorge. Wer noch keinen Riestervertrag hat und ohnehin Fonds kaufen möchte, der sollte mit einem Riester-Fondssparplan liebäugeln. Dieser hat Vorteile gegenüber einem reinen Investment in Fonds: Es gibt bei Riester Fonds eine 100%ige Kapitalgarantie, der Staat bezuschusst das Sparen mit Geldzahlungen und die Rente aus Riester-Fonds sind Abgeltungssteuerfrei.
Sicherheit einer Geldanlage in Fonds
Wie bei allen Geldanlagen gilt auch bei Fonds das Prinzip: Je grösser die Renditechancen sind umso risikoreicher ist die Geldanlage.
Genauso vielfältig wie die Anzahl an Fonds und Fondsvarianten sind auch deren Risikoprofile. Hedge und spezialisierte Aktienfonds bergen die grössten Risiken. Für eine Altersvorsorge sollten Hedgefonds gar nicht und spezialisierte Aktienfonds (wie Themenfonds, Branchenfonds etc.) nur zu einem kleinen Anteil ins Depot genommen werden. Um das Risiko überschaubar zu machen sollte die Basis aus Rentenfonds und Aktienfonds-Welt gebildet werden. Dabei sollte man sein Geld auf mehrere Fonds aufteilen und nicht nur in einen oder zwei Fonds investieren. So erreicht man ein breite Risikostreuung. Grundsätzlich können alle Fonds im Wert Schwanken und bergen ein dementsprechendes Risiko. Man kann das Risiko aber überschaubar machen wenn man einige Dinge beachtet.
Detailliertere Infos zu den Risiken der einzelnen Fondsarten und wie Ihr Geld bei einer Pleite der Investmentbank geschützt ist, können Sie im Artikel Sicherheit von Fonds lesen.
Wie man mit Fonds Gewinn macht
Kursgewinn:
Als Gegenleistung für sein Investment erhält man als Anleger für das investierte Geld eine Beteiligung am Fonds in Form von Anteilen (Fondsanteile). Ein Fondsanteil ist ein Wertpapier und besitzt einen Börsenwert. Dieser Börsenkurs des Fonds repräsentiert den Gegenwert eines Fondsanteils. Der Wert kann fallen oder steigen.
Demnach kann man durch Veränderung des Fondskurses Gewinne oder Verluste machen wenn man seine Fondsanteile wieder verkauft.
Steigt man bei einem billigen Fondskurs ein und verkauft seine Anteile wieder, wenn der Fondsanteil teuer ist, hat man einen sogenannten Kursgewinn erzielt. Kursgewinne sind die häufigste Art mit Fonds gute Renditen zu erzielen.
Hierfür benötigt man mitunter allerdings viel Geduld und Durchhaltevermögen. Nicht selten fallen die Kurse erst mal über Jahre und steigen dann allmählich wieder ein paar Jahre an.
Gerade in Zeiten von Finanzkrisen und Globalisierungseffekten werden die Börsenmärkte immer unberechenbarer und folgen keinen vernünftigen Regeln. Wer stetiges und dauerhaftes Wachstum sucht ist bei den meisten Fonds an der falschen Stelle. Wer allerdings Geduld hat und mit Schwankungen leben kann, hat mit Investmentfonds die Aussicht auf gute Gewinne.
Ausschüttungen:
Als laufende Vergütung bekommt der Investor/Anleger regelmässige Zahlungen aus dem Fonds, sogenannte Ausschüttungen. Hierbei handelt es sich je nach Anlagestrategie des Fonds um Dividenden (z.B. Aktienfonds), Zinserträge (z.B. bei Rentenfonds), Mieteinahmen (z. b. aus Immobilienfonds) und Kursgewinne die innerhalb des Fonds erzielt werden. Oft ist die Ausschüttung eine Mischung aus allem.
Alle Ausschüttungen haben eines gemeinsam. Der Anleger erhält regelmässig, meist jährlich, Geld. Manche Fonds zahlen diese Beträge an die Anleger aus (ausschüttende Fonds), andere wiederum schreiben dem Anleger stattdessen neue Fondsanteile im Wert der Ausschüttung gut (thesaurisierende Fonds).
Strategien für das solide Anlegen mit Fonds
Bei Altersvorsorgesparen mit Fonds muss man immer bedenken, dass das Investierte Geld in den meisten Fällen später einmal den Lebensunterhalt sichern soll. Daher ist ein Sicherheitspuffer im Fondsdepot ein muss. Mindestens 50% des eigenen Fondsbestands sollte aus sicheren Anlagen bestehen. Besser mehr. Wer allerdings zu viel sichere Titel ordert verschenkt Renditechancen. Der Artikel Sparstrategien mit Fonds gibt Denkanstösse und Beispiele für ein Altersvorsorgesparen mit Fonds.
Welche Fonds kaufen
Neue Besen kehren gut?
Ein Patentrezept das zum finden des optimalen Fonds verhilft gibt es nicht.
Hinter jedem Fonds steckt ein bestimmtes Anlagekonzept. Ob dies aufgeht zeigt sich erst mit der Zeit. Daher gilt: Neu aufgelegte Fonds sind für die private Altersvorsorge tabu. Denn damit kauft man die Katze im Sack. Nagelneue Fonds eignen sich zum spekulieren. Spekulation hat nichts bei einer soliden Altersvorsorge zu suchen.
Besser ist es auf ältere Fonds zu setzen die sich schon einige Jahrzehnte bewährt haben. Denn bei einem Börsencrash fallen in der Regel die Kurse der meisten Fonds und insbesondere von Aktienfonds. Das ist normal. Kein Aktienfonds kommt ungeschoren durch grosse Finanzkrisen. Wichtig ist, das sich der Kurs eines Fonds auch wieder erholt. Bei älteren Fonds, die ein solches Szenario schon mehrmals erfolgreich überstanden haben, ist zu erwarten das sich deren Kurs auch nach zukünftigen Börsen- oder Finanzkrisen wieder erholt, da dies bei bisherigen Krisen ebenfalls der Fall war. Investier man in einen soliden Fonds ist eine Pleite sehr unwahrscheinlich. Man benötigt eben nur genügend Zeit um abwarten zu können bis sich der Fonds, nach heftigen Wertschwankungen wieder erholt hat.
Bei neuen Fonds ist dies nicht so sicher. Hier kann keiner von vorneherein sagen ob es der Fondskurs nach einem Crash wieder auf alte Höchstwerte schafft. Eine Garantie gibt es dafür allerdings auch bei älteren Fonds nicht. Aber es ist wahrscheinlicher. Auch Top-Fonds können schlechte Zeiten haben. Insbesondere kann dies dann passieren wenn der Fondsmanager wechselt oder die Strategie geändert wird. Bei solchen Veränderungen ist für den Anleger zu prüfen ob man vertrauen in das neue Konzept hat. Ist das der Fall kann man dabei bleiben. Wenn nicht, ist evt. ein Fondswechsel ratsam.
Das könnte Sie auch interessieren:
Riester Fonds: Risikoptimiert für die Rente sparen
Weitere Fonds-Artikel auf Webseite:
Grundlegendes Wissen zu Fonds
Sicherheit von Fonds
Sparstrategien mit Investmentfonds
|