Kapital Lebensversicherung | Lebensversicherungen als Altersvorsorge |
| Donnerstag, 9. April 2009 | |
Lebensversicherungen als Altersvorsorge:
Spricht man von Lebensversicherungen als Altersvorsorge so sind meist Kapitallebensversicherungen gemeint. Hier erhält man zum einen den Risikoschutz einer herkömmlichen Risiko-Lebensversicherung (die Versicherung zahlt bei Tod des Versicherten eine Todesfallsumme), zum anderen wird gleichzeitig Geld im Vertrag angespart, verzinst und bei Vertragsende als Einmalzahlung wieder ausgezahlt.
Lebensversicherungen sind als Vorsorge fürs Alter wenig geeignet aber trotz dieser Tatsache für den langfristigen Vermögensaufbau beliebt. Fast kaum eine Personengruppe braucht wirklich eine Lebensversicherung um für später Geld anzusparen. Es bieten sich weitaus bessere Alternativen (z.B. Riester Versicherungen und Banksparpläne). Die einzigsten für die sich solch ein Vertrag evt. eignet sind Menschen die bereits Ihren Sparerfreibetrag ausgeschöpft haben. Sie können mit einer Lebensversicherung Steuern sparen wenn der Vertrag lange genug läuft. Wer seine Familie und Angehörigen absichern möchte, der sollte sich nach einer Versicherung ohne Kapitalaufbau umsehen (Risikolebensversicherung) und für den Vermögensaufbau separat sparen. Das ist billiger und man bleibt flexibel, da man Geldanlage und Risikoschutz voneinander trennt. Rendite von Lebensversicherungen
Lebens-versicherungen werden, wie eine private Rentenversicherung und fondsgebundene Versicherungen, mit derzeit 2,25% Garantierzins angeboten. Dies ist der Mindestzins den die Versicherer gesetzlich garantieren müssen.
Kosten von Kapitallebensversicherungen
Zusammen mit privaten Rentenversicherungen (auch fondsgebundene) gehören Lebensversicherungen mit zu den teuersten Geldanlagen. Wer 30-40 Jahre monatlich 100 Euro investieren möchte, muss damit rechnen, das 2000-4000 Euro (je nach Anbieter und Vertrag) seiner Beiträge für Kosten und Abschlussgebühren drauf gehen. Diese werden mit den Sparraten in den ersten Jahren der Vertragslaufzeit abgestottert.
Heisst: Die ersten Sparraten erbringen die meisten Zinsen. Jedoch wird von den anfänglichen Sparbeiträgen nur ein Teil verzinst, da zuerst noch die Kosten abgezogen werden. Erst nach einigen Jahren Laufzeit fällt der volle Beitrag zur Verzinsung an. Hohe Abschlusskosten und die, für den Kunden ungünstige Kostenverteilung auf die ersten Versicherungsjahre, führt zu einer geringeren Kapitalauszahlung. Die hohe Kostenbelastung in den Anfangsjahren, macht den frühzeitigen Ausstieg aus der Versicherung schwer. Wer seinen Vertrag relativ früh kündigt, muss mit finanziellen Einbussen rechnen. Die Rückerstattung beträgt oft nur ein Bruchteil der gezahlten Beiträge. Erst nach mehreren Jahren Laufzeit steigt der Rückkaufswert bei Kündigung auf einen ansehnlichen Betrag.
Je höher die Versicherungssumme und je länger die Vertragslaufzeit, umso unrentabler wird der frühzeitige Ausstieg. Aus diesen Gründen sollte man Lebensversicherungen wirklich nur unterschreiben wenn man den vereinbarten Beitrag mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch aufbringen kann. Die Praxis zeigt das dies oft nicht der Fall ist. Ca. ¾ aller langjährigen Verträge werden verzeitig gekündigt.
Steuern und Abgaben
Verträge die nach dem 31.12.2004 unterschrieben wurden:
Das könnte Sie auch interessieren:
Lesezeichen setzen
Als Email versenden
Hits: 2533 Kommentare (0)
![]() Kommentar schreiben
|
|
| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. November 2009 ) |
| Altersvorsorge News |