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Map-Report: Lebensversicherungen sind nicht immer Verlustgeschäfte |
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Mittwoch, 25. Januar 2012 |
Map-Report: Lebensversicherungen sind nicht immer Verlustgeschäfte In den letzten Monaten ist das Produkt Lebensversicherung immer wieder negativ betrachtet worden. Vor allem Verbraucherschützer weisen auf geringe Renditen und hohe Provisionen und somit darauf hin, dass es sich zumindest in den ersten Jahren um ein Verlustgeschäft handelt - auch im Hinblick darauf, dass viele Kunden die Laufzeit nicht durchhalten. Die Anbieter hingegen versuchen, Bürger von der privaten Vorsorgemaßnahme zu überzeugen und sind der Meinung, dass die Lebensversicherung gute Möglichkeiten bietet, um die gesetzliche Rente aufzustocken.
Lebensversicherung ist besser als ihr Ruf Der Branchendienst map-Report ist der Auffassung, dass die Lebensversicherung als Altersvorsorgemaßnahme zumindest in einigen Sparten und bei einigen Anbietern weitaus besser ist als ihr Ruf. Und das, obwohl mit Beginn des Jahres 2012 der Garantiezins für neue Verträge gesenkt wurde.
Leistungen bei Kapitallebensversicherungen, Risikolebensversicherungen und privaten Rentenversicherungen gestiegen Der Dienstleister hat sowohl Gesellschaften als auch Verträge genauer beäugt und kommt zu dem Ergebnis, dass unter gewissen Voraussetzungen 2012 im Bereich Lebensversicherung sogar bessere Konditionen angeboten werden als im vergangenen Jahr. Dies trifft insbesondere Risikolebensversicherungen, die Kunden eine deutlich bessere Absicherung für das gleiche Geld bieten. Punktuell gestiegen sind die Ablaufleistungen aber auch bei Kapitallebensversicherungen sowie bei privaten Rentenversicherungen.
Der Anbietervergleich ist enorm wichtig Umso wichtiger ist es also, mehrere Anbieter miteinander zu vergleichen. Dabei sollten auch unbedingt kleinere und vielleicht eher unbekannte Unternehmen mit einbezogen werden. Manfred Poweleit, Herausgeber des map-Reports, ist sich durchaus darüber bewusst, dass dies nicht immer einfach ist. Bei der Befragung hätten viele Gesellschaften Antworten verweigert und würden deshalb in der Übersicht nicht auftauchen. Dabei sitze im Landkreis Uelzen "eine Versicherungsgruppe, der wir offensichtlich mehr zutrauen als sich die Gruppe selbst", schreibt Poweleit.
So sieht die aktuelle Rendite bei der Lebensversicherung aus Laut map-Report können im Jahr 2012 durchschnittlich 3,91 % an Rendite mit einer Lebensversicherung erzielt werden. Dies sind lediglich 0,16 Prozentpunkte weniger als 2011. Wer bei einer privaten Rentenversicherung einen sofortigen Rentenbeginn nach Einmalzahlung vereinbart, kann sich über eine Rendite von aktuell 4,07 % (2011 = 4,21 %) freuen. Bei der aufgeschobenen Leibrente, also bei späterem Beginn der Rentenzahlung, gibt es immerhin noch 3,92 % (2011 = 4,08 %).
Viele Anbieter locken mit höheren Leistungen als 2011 Bei vielen Anbietern lassen sich sogar 2012 höhere Leistungen finden als für 2011. Bei 8 von 47 Anbietern, die eine Kapitallebensversicherung mit Todesfallschutz für eine Laufzeit von zwölf Jahren anbieten, gab es höhere Leistungen als im vergangenen Jahr. Entscheidet man sich für eine 20-jährige Laufzeit kommen 7 Anbieter infrage, die verbesserte Konditionen anbieten, bei der am häufigsten vorkommenden 30-jährigen Laufzeit sind es sogar 10 Gesellschaften.
Positive Veränderungen auch bei der Risikolebensversicherung Ebenso positive Veränderungen gibt es bei der Risikolebensversicherung. Denn die gesetzliche Mindestverzinsung, die sich aktuell auf 1,75 % beläuft, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Trotzdem gelang es 19 von 60 Anbietern, ihre Leistungen zu verbessern. Bei einem Musterkunden fällt die Leistung bei einem Jahresbeitrag von rund 1200 Euro deutlich höher aus. 2011 hätte er 579.428 Euro als Todesfallleistung erhalten, 2012 sind es 606.768 Euro. Positiv anzumerken ist auch, dass sich die Prämien für eine 750-Euro-Rente beim Berufsunfähigkeitsschutz, der häufig als Zusatzleistung mit Lebensversicherungen abgeschlossen wird, von 53,66 auf 53,41 Euro im Monat ermäßigt haben.
Erhöhte Überschüsse der Lebensversicherer werden an Kunden weitergegeben Laut map-Report sind die veränderten Zahlen auf die gestiegenen Überschüsse der Lebensversicherer zurückzuführen. Denn trotz sinkender Zinsen erwirtschafteten die Gesellschaften im Jahr 2010 insgesamt 12,2 Milliarden Euro und damit 400 Millionen Euro mehr als vorher. Aktuelle Zahlen für das Jahr 2011 soll es im April diesen Jahres geben.
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