Bei Empfehlungen zur Lebensversicherung gibt es häufig Lug und Trug Wenn es um den Verkauf von Policen geht, verwenden viele Vermittler Vergleichs-Software. Allerdings kam jetzt heraus: Vergleichsprogramme rechnen das Ergebnis im Zusammenhang mit einer Lebensversicherung oft schön. Nur eine gründliche Beratung kann wirklich Aufschluss darüber geben, ob sich eine Lebensversicherung lohnt oder nicht.
Recherche bei Lebensversicherern bringt einen nicht weit Wer im Zuge der Finanzkrise der vergangenen Jahre bei der Suche nach einer guten Fondspolice alles richtig machen möchte, kommt mit der Recherche bei Lebensversicherern nicht weit. Denn überall werden hauseigene Policen als beste Angebote am Markt angepriesen. Für Vertrauen sollen Gütesiegel von Ratingfirmen, wie beispielsweise Stiftung Warentest oder Assekurata, sorgen. Gekaufte Ratings sind keine Seltenheit Doch Experten, die Kundenwünsche ernst nehmen, wissen, dass die Vielfalt der Ratings vor allem darauf beruht, dass viele Dinge Ansichtssache der jeweiligen Tester sind. Darüber hinaus sollen entsprechende Agenturen für die Vergabe von Gütesiegeln recht häufig gut bezahlen. Was in einem solchen Fall zu tun ist, weiß nur ein seriöser Makler. Vergleichsprogramme haben einen schlechten Ruf Viele von Ratingagenturen vertriebene Vergleichsprogramme, die Agenten und Makler bei einem Verkaufsgespräch benutzen, haben alles andere als einen guten Ruf und dienen meistens nur Versicherern und Banken im Internet oder aber bei der direkten Kundenansprache, Lebensversicherungen zu verkaufen. Dies kann für Kunden äußerst fatal sein, denn sie ahnen noch nicht einmal, wie leicht man diese Vergleichsprogramme beeinflussen kann. Gesetzgeber trägt in direkte Schuld an Missbrauch der Vergleichsprogramme Dass Versicherungsmakler solche Programme nutzen, ist kein Wunder, schließlich warten sie schon auf die fette Provision. Doch Schuld daran trägt auch indirekt der Gesetzgeber. Denn laut Versicherungsvertragsgesetz ist ein Makler dazu "verpflichtet, seinem Rat eine hinreichende Zahl von verfügbaren Versicherungsverträgen und von Versicherern zugrunde zu legen, sodass er nach fachlichen Kriterien eine Empfehlung abgeben kann, welcher Versicherungsvertrag geeignet ist, die Bedürfnisse des Versicherungsnehmers zu erfüllen."
Fachmagazin stellt fest: Glaubwürdigkeit bleibt auf der Strecke Wie das Fachmagazin "Versicherungsvertrieb" 2010 feststellte, bleibt hier fast immer die Glaubwürdigkeit auf der Strecke. Ein Insider berichtete außerdem: "Es gibt Agenturen, die einen etatmäßig fest kalkulierten Umsatz mit dem Schreiben sogenannter Tarif-Drehbücher erzielen." Wenn ein Versicherer sein Angebot attraktiver gestalten möchte, damit er bei einer Ratingfirma Spitzenbewertungen erhält, lässt er sich die hierfür erforderliche Rezeptur einfach vorformulieren. Und, man mag es kaum glauben, es gibt auch für die Grundausstattung inklusive Wettbewerbsanalyse komplette EDV-Programme. Programme sorgen für klare Anhaltspunkte in der Marktpositionierung Ein solcher Anbieter ist die Ratingfirma Franke und Bornberg, die speziell für solche Zwecke eine Software namens "fb-data" geschaffen hat. Geworben wird damit, dass man beliebig viele Produkte für eine Benchmarkanalyse heranziehen oder weniger Produkte mit einem Stärken- und Schwächenvergleich analysieren kann. Dies soll für klare Anhaltspunkte in der Marktpositionierung sorgen und Informationen für die Produktentwicklung liefern. Daneben haben Vermittler von Lebensversicherungen die Möglichkeit, eigene Stärken gezielt hervorzuheben. Bei Lebensversicherung ist wirtschaftliche Solidität des Anbieters wichtiger als Produktrating Für jeden, der plant, eine Lebensversicherung abzuschließen, gilt: Ob der jeweilige Versicherungsschutz wirklich qualitativ hochwertig ist, sollte nicht alleine an einer Spitzenbewertung im Produktrating ausgemacht werden. Vor allem die wirtschaftliche Solidität des Anbieters oder der Umgang der Abteilung mit den Ansprüchen von Kunden spielt eine entscheidende Rolle.
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