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Bei Geldnot die richtigen Finanzverträge kündigen | Bei Geldnot die richtigen Finanzverträge kündigen |
| Dienstag, 22. März 2011 | |
An welchen Finanzverträgen man gut sparen kann bei verringertem Einkommen
Jeder Haushalt kann nur überleben wenn die Einnahmen auf Dauer grösser sind als die Ausgaben. Um die laufenden Kosten wie Miete, Versicherungen, Sparverträge und weitere laufende Kosten zu decken wird daher ein ausreichend hohes Einkommen benötigt.
Fällt das Einkommen z.B. durch Arbeitsplatzwechsel, Auftragsflaute oder Arbeitslosigkeit, versuchen viele Menschen durch die Kündigung von Spar und Altersvorsorgeverträgen, Kosten zu sparen.
Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Gesundheit: existenzielle Risiken weiterhin absichern
Ihre Gesundheit und Arbeitkraft sind im heutigen System der Grundpfeiler eines jeden Haushalts. Fällt die Arbeitskraft durch Krankheit weg, dann muss man entweder schnell wieder Gesund werden, oder das Einkommen muss ersetzt werden.
Daher sollte man auf keinen Fall an der Berufsunfähigkeitsversicherung sparen. Sie ist, zusammen mit der privaten Haftpflichtversicherung, die wichtigste Versicherung und sollte auch bei Geldnot nicht gekündigt werden. Mehr zu dieser Versicherung lesen Sie hier: Gegen Berufsunfähigkeit gut versichert.
Ebenso die Krankenversicherung. Pflichtversicherte Arbeitnehmer können hier ohnehin nur wenig sparen, da die gesetzlichen Krankenkassen einen Einheitsbeitrag erheben. Privat-Versicherte können den Tarif Ihrer privaten Krankenversicherung anpassen um den Beitrag zu senken. Aber Vorsicht: Einmal reduzierte Leistungen können oft nicht mehr Rückgängig gemacht werden. Der gewählte Tarif sollte auch nach der Reduzierung mindestens die gleichen Leistungen wie die gesetzlichen Krankenkassen bieten. Rentenversicherungen, Riester-Versicherung und Lebensversicherungen – stilllegen statt kündigen
Bei einer kapitalbildenden Versicherung ist die vorzeitige Kündigung fast immer mit Verlusten verbunden. Denn man stottert zusammen mit den Beiträgen, welche man in die Versicherung einzahlt, auch immer einen Teil der Abschlusskosten ab. Hierbei handelt es sich um Gebühren die man als Sparer zahlen muss. Diese gezahlten Gebühren werden bei einer Kündigung nicht zurück erstattet.
Faustregel: Je früher man kündigt, umso grösser ist der Verlust.
Daher ist es immer die erste Wahl, den Vertrag auf Eis zu legen und mit der Versicherung eine Stilllegung des Vertrages oder Aussetzung des Beitrages zu vereinbaren. So verliert man keine bereits gezahlten Abschlusskosten und vermeidet grössere Verluste. Riester-Versicherungen können unabhängig vom Anbieter beitragsfrei gestellt werden. Bei privaten Rentenversicherungen und Lebensversicherungen hingegen hängt dies von den AGBs des Anbieters ab. Bei Lebensversicherungen bietet sich als Alternative evt. der Verkauf der Versicherung an. Riester Rente – Beitragsfrei stellen
Ein Riester-Vertrag muss während eines finanziellen Engpasses nicht gekündigt werden. Alle Riester Verträge können beitragsfrei gestellt werden. Man zahlt eine gewisse Zeit also einfach nichts mehr in den Vertrag ein. Bei Bedarf kann man die Sparraten wieder aufnehmen. Lediglich die Riester Förderung verliert man für die Zeit der Sparpause. Investmentfonds, verzinste Sparverträge
Diese Geldanlagen eignen sich gut um Kosten zu senken. Fonds-sparpläne oder verzinste Sparpläne können in der Regel ohne weitere Kosten und Wartezeiten einfach ausgesetzt werden. So hat man die Sparrate zur Verfügung um wichtigere Kosten zu decken.
Unfallversicherung, Rechtschutz, Urlaubsversicherung, Ausbildungsversicherung, Hausratversicherung
Diese Verträge gehören zu den weniger wichtigen Verträgen die man haben sollte. Wenn man unbedingt einen Vertrag kündigen möchte um Kosten zu sparen, dann am besten diese. Denn Sie sind zum einen nicht wichtig um die Existenz zu sichern, zum anderen kann man die meisten dieser Verträge wieder zu gleichwertigen Konditionen neu abschliessen.
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