Riester Renten Beitragsfrei stellen anstelle von Kündigung
Die derzeitige Wirtschaftskrise führt bei vielen deutschen Arbeitnehmern zu weniger Einkommen. Arbeitslosigkeit, weniger Überstunden und Kurzarbeit zwingen viele Menschen zum sparen.
Viele kündigen fest laufende Verträge um unterm Strich mehr im Monat zu haben.
Die Riester Rente sollte man aber nicht kündigen. Ein Riester-Vertrag kann Beitragsfrei gestellt werden. Das ist in fast allen Fällen die bessere Alternative.
Wer kennt sie nicht, die Situationen, in denen man mal knapp bei Kasse ist. Sei es der Familiennachwuchs und das dadurch fehlende Einkommen oder eine längere Krankheit. Als dies führt zu finanziellen Einbußen.
Leider bleiben die Ausgaben zunächst die Gleichen. Bis man dann nicht anders kann und seine Finanzen überdenkt. Die Frage, wo gespart werden kann, stellt sich meist als erstes.
Ein Anhaltspunkt sind dann auch meist die laufenden Kosten in Punkto Versicherung und Altersvorsorge.
Aber hier sollten die Entscheidungen, die man fällt, wohl bedacht sein.
Ein ganz wichtiges Beispiel betrifft die Altersvorsorge durch die sogenannte Riester Rente.
Bevor man solch eine Absicherung kündigt, muss man sich den Kosten- Nutzen-Faktor gegenüber stellen.
Es stehen die Möglichkeiten der Kündigung und der Beitragsfreistellung gegenüber.
Nun ist zu überlegen, was bei einer Kündigung der Riester Rente alles geschehen kann. Wenn man ganz viel Pech hat, steht man sonst am Ende ohne sein Geld da oder mit wesentlich weniger. Denn kündigt man den Riester Vertrag muss man die staatlichen Riester Förderungen, die man für diesen Vertrag bereits erhalten hat, wieder an das Finanzamt zurückzahlen. Das sind pro Jahr 154 Euro plus eventuell gezahlte Kinderzuschläge von jährlich bis zu 300 Euro.
Stellt man seinen Vertrag beitragsfrei, muss man nicht weiter zahlen, bekommt allerdings auch nicht sein Guthaben sofort ausgezahlt. Der Vertrag läuft normal weiter, ohne das etwas bezahlt werden braucht. Dies ist meist für den Moment des finanziellen Engpasses besonders wichtig. Nachteil hierbei ist, das die staatlichen Förderungen ganz wegfallen können oder wesentlich geringer ausfallen.
Wenn der Engpass bei den Finanzen vorbei ist, kann man in seinen Vertrag wieder einzahlen, so sind die bereits gezahlten Beiträge noch vorhanden. Auch muss in solchen fällen keine neue Abschlussgebühr bezahlt werden. Sollte der Vertrag gekündigt worden sein und man möchte später wieder starten, würden die Abschlussgebühren wieder fällig werden, was zusätzliche Einbußen bedeutet.
Aufpassen muss man allerdings bei einigen Gesellschaften, wenn es um die Beitragsfreistellung geht. Bei manch einer Versicherung muss dieser Service bezahlt werden. Also am Besten ist es, wenn man sich im Vorfeld genau überlegt, was einem in seiner finanziellen Notlage besonders gut helfen kann, um anschließend schnell und besonnen zu handeln und sich nicht im Nachhinein über gemachte Fehler bei den Vertragsänderungen zu ärgern.
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