Riester-Rente bei Müttern besonders beliebt Die staatlich geförderte Altersvorsorge Riester-Rente wird vor allem gerne von Müttern in Anspruch genommen. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, welche das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) im zehnten Jahr der Riester-Rente in Auftrag gegeben hat. Der Grund dafür, dass diese Art von Altersvorsorge bei Müttern immer beliebter wird, ist die Kinderzulage. Denn diese ist für viele besonders attraktiv. Aber auch für Gutverdiener kann sich dieser Maßnahme rechnen, denn sie schätzen das Altersvorsorgeprodukt wegen der hohen Steuerersparnisse.
Gutverdiener, jüngere Leute und Familien sind wichtigste Zielgruppen der Riester-Rente Dank einer am Montag veröffentlichten Studie, welche vom Deutschen Institut für Altersvorsorge in Auftrag gegeben wurde, weiß man nun, dass vor allem jüngere Leute, Gutverdiener und Familien die wichtigsten Zielgruppen der Riester-Rente sind. Schließlich nehmen diese die staatlich geförderte Altersvorsorge immer stärker in Anspruch. So erklärte ein DIA-Sprecher zur Studie, dass die sozialpolitisch erwünschten Zielgruppen durchaus erreicht werden. Allerdings müsse man angesichts der beträchtlichen staatlichen Förderersumme, die bei mehr als einer Milliarde Euro liegt, über Korrekturen nachdenken. 30% aller Riester-Sparer sind Familien mit Kindern Mit rund 30 % ist die größte Zielgruppe der Riester-Rente die Familie mit Kindern unter 16 Jahren. Bei den Alleinerziehenden sind es immerhin noch 20 %, die demzufolge öfters riestern als Alleinlebende oder kinderlose Paare. Diese Gruppe kommt nämlich nur auf etwa 15 %. Reiner Braun, Mitverfasser der Studie, stellte fest: "Das Ziel der Familienförderung wird erreicht". Jüngere Menschen wollen Lücke bei Altersversorgung füllen Kein Wunder, gehören zu den eifrigsten Kunden der Riester-Rente doch Mütter. Für jüngere Menschen hingegen ist es besonders wichtig, die Lücke bei der Altersversorgung zu füllen. Demnach wird auch für sie die staatlich geförderte Altersvorsorge immer beliebter. So ist der Anteil der 18-bis 29-Jährigen zwischen den Jahren 2004 und 2007 von 8% auf stolze 19 % gestiegen. Heute liegt diese Zahl bei etwa 26 %. Geringverdiener sind kleinste Gruppe bei Riester-Rente Tendenziell eher in der Minderheit sind Geringverdiener. Die Mehrheit derjenigen, die die Riester-Rente zu schätzen weiß, sind die besser Verdienenden und die höher Gebildeten. Unter den jüngeren Sparern befinden sich demnach auch Akademiker. Nur jeder sechste mit Hauptschulabschluss spricht sich für die Riester-Rente aus (16 %), jeder Vierte mit Realschulabschluss weiß der staatlich geförderten Altersvorsorge etwas Gutes abzugewinnen (23 %). Bei denjenigen, die die Fachhochschulreife oder die Hochschulreife besitzen, sind es zwischen 24% und 22 %. Allerdings kann man nicht nur die fehlende Schulbildung für diese Zahlen verantwortlich machen. Der Studie zufolge sind auch Sprachbarrieren dafür verantwortlich, dass Geringverdiener das Produkt Riester-Rente nicht anerkennen. Schlüsselereignisse geben Anlass, einen Riester-Vertrag abzuschließen In der Studie wurde auch festgehalten, was die Anlässe für den Abschluss einer Riester-Rente sind. Laut Angaben sind hier vor allem Schlüsselereignisse, wie zum Beispiel der Abschluss eines Arbeitsvertrages, eine Beförderung oder die Geburt eines Kindes, ausschlaggebend dafür, den entsprechenden Vertrag zu unterschreiben. Experten sind sich sicher, dass man die Bürger in solchen Momenten als potentielle Sparer noch gezielter ansprechen muss. Ein gutes Beispiel ist hierfür die 2008 eingeführte Riester-Prämie für Berufseinsteiger. Braun: „Besser mehr Information als höhere Zulagen“ Braun empfiehlt angesichts so genannter Mitnahmeeffekte "Besser mehr Information als höhere Zulagen". Seiner Meinung nach ist die hohe Quote in der Gruppe der "zufriedenen Familientypen" mit einem überdurchschnittlich persönlichem Einkommen (31 %) zwar erfreulich, andererseits würde diese Gruppe vermutlich auch Sparverträge ohne staatliche Förderung abschließen, entscheidet sich aber aufgrund der attraktiven Kinderzulage für dieses Produkt der Altersvorsorge. Gutverdiener, die keine Kinder haben, nutzen die Riester-Rente außerdem wegen des Sonderausgabenabzugs, um Steuern zu sparen.
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