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Versicherungswirtschaft befürchtet zu viel Krisen-Aktionismus | Versicherungswirtschaft befürchtet zu viel Krisen-Aktionismus |
| Dienstag, 15. Dezember 2009 | |
Versicherer fürchten gleiche Behandlung wie Banken
Kaum ein Tag vergeht, an dem die Finanzkrise nicht die Schlagzeilen beherrscht. Allgegenwärtig sind noch die Pleiten großer Banken sowie Kreditinstitute, die mit Milliarden an Steuerngeldern gerettet werden mussten und bis heute am staatlichen Tropf hängen. Zwischendurch immer wieder die Meldungen über erneut überbordende Managergehälter und ausufernde Prämiensysteme bei den Kreditinstituten. Kaum verwunderlich, dass da von politischer Seite Druck ausgeübt wird, um den Finanzmarkt insgesamt besser kontrollieren und das Finanzsystem sowie die Verbraucher schützen zu können.
Dass bei den Problemen des Finanzmarktes fast ausschließlich die Banken im Fokus der Öffentlichkeit stehen, stört Rolf-Peter Hoenen, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, erheblich. Er sieht die Notwendigkeit zum Handeln, um künftig ein Fiasko des weltweiten Finanzmarktes zu verhindern, wie es in den letzten Monaten zu erleben war. Gleichwohl fürchtet Hoenen jedoch auch, dass die Versicherungswirtschaft mit gleichem Maß behandeln wird wie die Finanzwirtschaft. Versicherungen und Banken, so erklärte er im November auf einer Tagung des GDV, sind zwar auf demselben Finanzmarkt aktiv, jedoch mit grundsätzlich unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Denn im Gegensatz zu den Banken sind die Aktivitäten der Versicherungen eher von langfristigen Strategien bestimmt. Daher und aufgrund der regelmäßig eingenommen Beiträge der Kundschaft sieht Hoenen die Versicherungsgesellschaften deutlich schwankungsresistenter als Banken.
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