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Vorsorgelücke: Berechnung durch Online Rechner meist ungenau
Samstag, 13. Februar 2010

Wie hoch ist die Vorsorge-Lücke wirklich?

Die Zeitschrift „Ökotest“ hat sich „Versorgungslückenrechner“ in Sachen Altersrente vorgenommen – und dabei Erstaunliches zu Tage gebracht. Die Rechner sollen dazu dienen, die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf auszurechnen, damit es möglich ist, durch eine Private Altersvorsorge die Lücke zu schließen.


Was die Zeitung jedoch herausgefunden haben will, klingt erschreckend: Mehr als 90 Prozent der Versorgungslückenrechner im Internet, die eigentlich den Vorsorgebedarf ausrechnen sollen, liegen mit ihren Berechnungen daneben. Dabei sollen die von den Rechnern genannten Zahlen nicht etwa zu niedrig angesetzt sein, sondern vielmehr zu große Lücken berechnen. Das Problem dabei scheint zu sein, dass die Versorgungslückenrechner meist nur „ein Köder der Anbieter sind“, wie die „BILD“ es bezeichnenderweise beschrieb.


Gibt es dann überhaupt Versorgungslückenrechner, die etwas taugen?

Nur wenige, muss man hier sagen. Lediglich drei Rechner für die Versorgungslücken im Alter, die von Versicherungen angeboten werden, sollen gut sein und die tatsächliche Lücke berechnen:

· Der AWD-Rentenlückenrechner
· Der R+V Vorsorge-Versorgungslückenrechner
· Und der Renten-Rechner Skandia Fondsrente


GDV, gegen den "Öko-Test Kompakt Riester-Rente". Laut GDV behauptet „Ökotest“, der GDV „hätte die Testteilnahme verweigert. Das entspricht nicht den Tatsachen. Vielmehr teilte der GDV Öko-Test mit, dass es zwischen der von den Verbraucherschützern gewählten Methodik und dem GDV-Rentenrechner so große Unterschiede gibt, dass die Leser des Heftes die Ergebnisse nicht miteinander vergleichen könnten.“


Während die Verbraucherschützer für ihren Test der Versorgungslückenrechner das letzte Nettoeinkommen eines künftigen Rentners verwendet haben, geht der GDV eigentlich einen ganz anderen Weg. Und bezeichnet es deshalb auch als nicht adäquat, das heißt, nicht angemessen, den „gleichen methodischen Ansatz bei einer Nettobetrachtung auf eine Bruttobetrachtung zu übertragen, da er zu keinen sinnvollen Werten führt.“


Die Zeitschrift „Finanztest“ verwendet übrigens auch einen Versorgungslückenrechner, der vom letzten Nettoeinkommen ausgeht und schrieb darüber bereits im Jahr 2008: „80 Prozent des letzten Nettogehalts sollten zur Verfügung stehen“.


Warum ein unterschiedlicher Ansatz, der die Verbraucher in die Irre führt?

Was nicht ganz zu verstehen ist, wieso die renommierte Stiftung Warentest, bei der „Finanztest“ erscheint, auch mit dem Nettoeinkommen arbeitet, aber der GDV immer noch mit dem Bruttoeinkommen rechnet. Denn gerade dies ist nicht einleuchtend, wenn der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft argumentiert: „So fallen im Alter die Beiträge zur gesetzlichen Arbeitslosen- und Rentenversicherung weg. Auch müssen die Rentner dann nicht länger privat für den Ruhestand vorsorgen und der persönliche Steuersatz ist geringer als während des Berufslebens. Zudem fallen die Kosten für die Fahrt zur Arbeit weg, die Kinder sind aus dem Haus, etc.“, schrieb der GDV dazu in seiner Stellungnahme an die Zeitschrift „Ökotest“.

Da mag sich jeder dann selbst fragen, was denn nun dran ist an der Ablehnung des GDV, an dem aktuellen "Öko-Test Kompakt Riester-Rente" teilzunehmen.


Wer seine Versorgungslücke realitätsnah ausrechnen möchte, der fährt immer noch am besten mit neutralen Versorgungslückenrechnern, wie den der Stiftung Warentest bspw. Denn dieses deutsche Verbaucherschutzinstitut berichtet unabhängig ohne von Dritten (Werbetreibenden) abhängig zu sein. Die Stiftung finanziert dsich durch den Verkauf der eigenen Zeitschrift, Downloads sowie durch Zuschüsse des Bundes. Dort möchte niemand einen Riester Renten Vertrag verkaufen, sondern der Fokus liegt darauf dem fragenden Verbraucher wirklich eine plausible und für ihn hilfreiche Antwort zu bieten.


Diese Beiträge sind obigem Thema ähnlich:
Wie sicher ist meine investment für die Rente?
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Um richtig Altersvorsorge zu betreiben und sicher für eine private Rente zu investieren ist eine Beratung vom Fachmann zu emfehlen.


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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 4. Juni 2010 )
 
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