Die Linke nicht von Erfolgsmodell Riester-Rente überzeugt In Deutschland gibt es 14 Millionen Menschen, die über eine Riester-Rente fürs Alter Vorsorge leisten. Für viele spielt dabei die Tatsache, dass es zu jedem Vertrag üppige Zuschüsse vom Staat gibt, eine große Rolle. Doch es gibt auch Gegenstimmen. So ist die Linke nicht vom Erfolgsmodell Riester-Rente überzeugt und würde dieses am liebsten kippen.
Die Linke: Staatliche Förderung kommt nur Banken und Versicherungen zugute Klaus Ernst, Chef der Linken, ist der Meinung, dass die staatliche Förderung der Riester-Rente hauptsächlich Banken und Versicherungen zugute kommt und nicht den Versicherten selbst. Er ist der festen Überzeugung, dass die Mittel besser für eine Finanzierung der Mindestrente ausgegeben werden sollten. Hintergrund des Ganzen soll laut Ernst sein, dass im Alter künftig niemand weniger als 850 Euro Rente im Monat zur Verfügung hat. Dies sagte der Linksparteichef Ernst der „Leipziger Volkszeitung“ am heutigen Freitag.
Bundesfinanzministerium legt Zahlen offen Was die Position des Bundesfinanzministeriums anbelangt, vertritt man hier klar die Ansicht, dass sich das Modell Riester-Rente durchaus für die Versicherten lohnt. Aufgrund einer Anfrage der Linken im Bundestag konnte folgende Bilanz gezogen werden: Der Staat hat seit Einführung der Riester-Rente 2002 bis Ende 2010 Grundzulagen von 4,2 Milliarden Euro sowie zusätzlich etwa 4 Milliarden Euro Kinderzulagen für alle Riester-Sparer gezahlt. Das macht es daran: Im gleichen Zeitraum sind davon 5,9 Milliarden Euro für Verwaltungskosten und Provisionen direkt bei den Versicherungsunternehmen verblieben, wie die „Leipziger Volkszeitung“ weiter schreibt. Altersvorsorge soll nicht mehr länger über Finanzmärkte organisiert werden Klaus Ernst kommentierte diese Zahlen damit, dass der größte Teil der Riester-Subventionen direkt in die Taschen der Versicherungsbranche geflossen ist. Er ist der festen Überzeugung, dass die Altersvorsorge nur dann eine Zukunft hat, wenn diese nicht mehr länger über die Finanzmärkte organisiert wird. Sonst könne man genauso gut „ein Kinderkrankenhaus auf dem Vulkan Ätna bauen“, so Ernst weiter. Eine offizielle Stellungnahme dazu gibt es von der Bundesregierung noch nicht.
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