Ein Leben lang und ohne Wartezeit: Die Sofortrente
Eine Sofort-Rente funktioniert wie eine private Rentenversicherung. Nur werden die Beiträge nicht nach und nach über die Jahre angespart, sondern man leistet als Kunde eine Einmalzahlung (in der Regel ab 5000 Euro möglich).
Der Sofortrentenanbieter verpflichtet sich im Gegenzug dazu, dem Kunden eine lebenslange Rente auszuzahlen.
Wie der Name es bereits sagt, beginnt die private Rente sofort nach Leistung des Einmalbeitrages.
Je jünger ein Rentenbezieher einer Sofortrente ist, umso niedriger fällt die Rente aus.
Man erhält eine Sofortrente bei verschiedenen Versicherungsunternehmen oder bei seiner Bank.
Rentengarantie als stärke dieser Altersvorsorge
Garantierter Rentenanteil:
Sofortrenten sind vor allem eines: Sicher. Der Versicherer garantiert eine bestimmte Mindesthöhe der Rente und verzinst das Geld aus der Einmalzahlung mit jährlich mindestens 2,25%. Abzüglich der Kosten und Gebühren, die der Anbieter dem Kunden in Rechnung stellt.
Je geringer die Kosten umso höher fällt der garantierte Teil der Privatrente aus.
Höhe der Mindestrente ist als Vergleichsmerkmal gut geeignet:
Um zu erkennen ob ein Anbieter kostengünstig arbeitet, dient die Heranziehung der Rentenhöhe des ersten Versicherungsjahres als Richtwert.
Je weniger Rente man im ersten Jahr garantiert bekommt, umso mehr Geld zieht der Anbieter zur Tilgung von Kosten und als Gebühren (z.B: für Kontoführung, Vermittlerprovision) ab.
Und das zählt, Deshalb : Je höher die Rente ausfällt,
umso mehr bekommt man als Kunde vom eingezahlten Kapital zurück.
Nicht garantierter Rentenanteil:
Zusätzlich zur Mindestrente bekommt der Rentenbezieher noch einen ungewissen Rentenanteil.
Dieses nicht sichere Kontingent der Rente ergibt sich aus den Überschussbeteiligungen.
Dies sind Renditen die der Anbieter zusätzlich zum Garantierzins erwirtschaftet und an den Kunden weitergibt.
Die genaue Höhe hängt hier vom Anlagegeschick des Versicherers ab.
Legt der Anbieter das Geld seiner Kunden gewinnbringend an, so fallen die Überschüsse hoch aus.
Hat der Anbieter hingegen ein weniger die Fähigkeit das Geld seiner Kunden zu vermehren, so fallen die Überschüsse geringer aus.
Ferner fliessen Einsparungen der laufenden Kosten, sowie die Auszahlungsquote (Risikogewinn) des Versicherers mit in die Überschussbeteiligung ein.
Sterben z.B. viele Rentenbezieher recht früh, so macht der Versicherer mehr Gewinn, da er insgesamt weniger Rente auszahlen muss. Dies wird zum Teil an die anderen Versicherten weitergegeben und fliesst in die Überschussbeteiligungen ein.
Die Überschussanteile können also deutlichen Schwankungen
unterliegen. Zusammen ergeben diese beiden Teile (garantierter Teil und nicht nichtgarantierte Überschüsse) die Gesamtrente.
Arten der Verrentung
Viele Anbieter lassen dem Anleger die Wahl zwischen zwei Verrentungsmodellen. Der konstanten Rente und der steigenden Rente.
Konstante Rente:
Hier geht der Anbieter davon aus, das er auf jedenfall Überschussanteile seinen Kunden zu Verfügung stellen kann und berechnet diese bereits mit in die ersten Rentenzahlungen ein. Die Rente ist bei diesem Modell immer gleichhoch. Man bekommt planmässig im ersten Monat genauso viel Rente wie im letzten Monat. Allerdings nur theoretisch: Denn der Versicherer trifft zu diesem Zwecke Vorraussagen zur zukünftigen Höhe der Überschussbeteiligung. Tritt die erwartete Berechnung nicht ein, so zahlt der Versicherer nur eine Rente mit verminderten Überschüssen aus. Die Rente wird sprichwörtlich gekürzt und der Versicherte bekommt weniger überwiesen.
Doch auch wenn dieses Szenario nicht Eintritt und die Rente konstant bleibt, ist immer noch die Tücke der Inflation vorhanden. Denn durch den regulären Preisanstieg bekommt die Rente nach und nach einen verminderten Wert. Man bekommt zwar immer den gleichen Betrag überwiesen, kann dafür aber immer weniger kaufen.
Diese Nachteile können vermieden werden, indem man eine immerwährend steigende Rente als Verrentungsmodell auswählt. Diese Form der Rentenvergütung beginnt mit der minimalsten garantierten Rente, ohne Überschüsse. Erst mit der Zeit werden Überschüsse zur Rente aufgerechnet. So wird die Rente anhaltend erhöht. Eine einmal gewährte Rentensteigerung kann der Anbieter nicht wieder zurücknehmen. Ergo bleibt die Rente mindestens identisch. Geht die Anlagestrategie des Versicherers auf, kommen jedes Jahr noch Überschüsse hinzu und erhöhen die Rente. Die Rente steigt über die Jahre somit kontinuierlich.
TIP: Für den Verbraucher eignet sich als Verrentungsmodell am besten die stetig steigende Rente. Diese steigt während der Rentenzeit immer weiter an darf vom Anbieter nicht mehr gekürzt werden. So ist man vor Rentenabstrichen geschützt und gleichzeitig wird der Preisverfall und somit die Entwertung der Rente ausgeglichen.
Risiken bei einer Sofort-Rente
Bei einer Sofortrente spekuliert man als Kunde auf ein möglichst langes Leben.
Denn wer am ältesten wird, und länger lebt hat am meisten Ertrag, da man länger Rente beziehen kann.
Stirbt man, bevor das eingezahlte Kapital (Einmalbeitrag) wieder als Rente ausbezahlt wurde,
so behält der Versicherer den Restbetrag.
Will man das verhindern und möchte das die Hinterbliebenen die Rente weiterbezahlt bekommen,
so kann man dies im Vertrag durch eine Mindestverrentungszeit vereinbaren. Diese Vertragsoption ist jedoch nicht umsonst:
Im Gegenteil, eine solche Laufzeitgarantie reduziert die garantierte Rente.
In der Regel lassen Versicherer eine Zeit von bis zu 25 Jahren zu. Wählt man diese Zusatzoption, so wird beim Ableben des Versicherten die Rente an die Angehörigen , für die übriggebliebene Dauer der Garantiezeit, ausgezahlt.
Beispiel: Eine Versicherte Person bezieht 5 Jahre Rente und segnet in diesem Jahr das Zeitliche. Im den Versicherungsbedingungen und im Antrag wurde bei Vertragsunterzeichnung eine Garantierzeit von 15 Jahren vereinbart. Nun erhalten die Angehörigen weitere 10 Jahre die Rente überwiesen.
Alternativ bietet sich noch die Option der Beitragsrückerstattung an. In diesem Falle wird vertraglich vereinbart, das bei Tod des Versicherten der
restliche (noch nicht als Rente ausgezahlte) Einmalbeitrag an die Angehörigen überwiesen wird.
Aber auch diese Option zur Absicherung der Familie reduziert die monatliche Rentenleistung.
Die Absicherung oben genannter Risiken reduziert in jedem Falle die Rentenhöhe und schwächt so den eigentlichen Nutzwert eines Sofortrentenvertrages: Nämlich die Rente.
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