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Studie: Zu früher Renteneintritt schadet der Volkswirtschaft |
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Freitag, 22. April 2011 |
Verlängerung der Lebensarbeitszeit notwendig
Die Rentenzeit ist für so manche die schönste Zeit des Lebens. Die arbeitsreichen Jahre sind vorbei und es geht an das Genießen der im Ruhestand zu genießenden Früchte. Mehr und mehr wird jedoch deutlich: Um den Standard von heute auch morgen halten zu können, ist eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit notwendig.
Südeuropäer leisten sich die üppigsten Renten
Dies macht auch eine aktuelle Studie der OECD deutlich, in der große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern der Europäischen Union aufgezeigt werden. Gerade zwischen Deutschland und Ländern wie Italien und Griechenland sind die Rentenunterschiede sehr gravierend.
In Griechenland erleben die Frauen etwa 27 Jahre die Rente, die griechischen Männer haben immerhin noch 23,6 Jahre lang etwas von ihrem Ruhestand. Noch mehr Zeit verbringen die Italiener in der Rente. Dort haben die Männer eine Erlebenszeit der Rente von 22,7 Jahre und die Frauen von 27,3 Jahren.
In Deutschland hingegen, wo immer wieder über eine längere Lebensarbeitszeit diskutiert wird, sieht die Lage ganz anders aus. Deutsche Frauen haben nur knapp 21 Jahre etwas von ihrer Rentner, Männer in Deutschland sogar nur 17 Jahre. Angesichts dieser Unterschiede und der hohen Staatsverschuldung von Ländern wie Griechenland stellt sich die Frage, ob es nicht auf europäischer Ebene eine Vereinheitlichung des Rentenalters geben sollte.
Eine zu kurze Lebensarbeitszeit bremst das Wachstum einer Nation aus. Die in Ländern wie Griechenland sehr drückenden Sparmaßnahmen wären weniger scharf, würden die Arbeitnehmer länger arbeiten und damit auch länger in die Sozialversicherungssysteme einzahlen, denn nur im Ruhestand davon profitieren zu wollen.
Ein zu kurzes Erwerbsleben führt zu immer weiter steigenden Lohnnebenkosten, da ja auch für die Ruheständler gezahlt werden muss – da aber in ganz Europa immer weniger Arbeitnehmer für immer mehr Rentner und Pensionäre bezahlen müssen, entsteht eine immer größere Schieflage. Und genau diese schadet nach und nach der Wirtschaft eines Landes und bremst dadurch die Wirtschaftsleistung immer mehr aus. Die Folge davon wird immer deutlicher: Höhere Staatsschulden und immer weniger Arbeitnehmer, welche die Schuldenlast, die auf die Steuerzahler umgelegt wird, stemmen müssen.
 © OECD 2011
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 20. Mai 2011 )
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