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Absicherung der Arbeitskraft
Samstag, 19. Dezember 2009

Wichtig für alle: Berufsunfähigkeitsversicherung


Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zusammen mit der privaten Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Risikoversicherungen die es für private Personen abzuschliessen gilt. Eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit zahlt eine sogenannte BU-Rente, sollte der Gesundheitszustand einmal so schlecht werden, dass man nicht mehr arbeiten kann. Treffen kann es unabhängig von Beruf, Lebensstellung und Alter jeden. Jeder vierte Arbeitnehmer wird Berufsunfähig. Aber auch Selbstständige und Hausfrauen gehören zur Zielgruppe.



Gesetzliche Absicherung ist unzureichend:
Wird man längere Zeit Arbeitsunfähig, so bekommt man von der deutschen Rentenversicherung eine Erwerbsminderungsrente gezahlt. Die genaue Höhe richtet sich nach dem Einkommen und dem Grad der Arbeitsunfähigkeit. Wer weniger als 6 Stunden und mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann, wird als hälftig Erwerbsunfähig anerkannt. Erst wenn man weniger als 3 Stunden täglich arbeiten kann, gilt man als voll Arbeitsunfähig und hat Anspruch auf die volle Erwerbsminderungsrente.

Die volle Erwerbsunfähigkeitsrente beträgt im Durchschnitt 600-850 Euro pro Monat. Die wenigsten Menschen können von diesem Betrag Ihre monatlichen Ausgaben vollkommen decken und müssen Ihren Lebensstatus im Falle einer Erwerbsunfähigkeit stark zurückschrauben. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung verhindert diesen Fall. Wer keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen kann, der sollte versuchen eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abzuschliessen.




BU Versicherung: Lebenslange Rente sobald man nicht mehr arbeiten kann


Faire Bedingungen sind besonders wichtig:
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist immer nur so gut wie Ihre allgemeinen Versicherungsbedingungen es zu lassen. Denn dort wird definiert was als Berufsunfähigkeit angesehen wird und wann die Versicherung eine Rente an die Versicherte Person auszahlt.


Wichtig ist, das der Versicherer auf eine abstrakte Verweisung verzichtet. Dann fliesst eine Rente sobald man eine vordefinierte Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr seinem derzeit ausgeübten Beruf nachgehen kann.
Versicherungen mit einem abstrakten Verweis bieten hingegen einen schlechteren Schutz: Denn sie dürfen den Versicherten auf jeden andere Beruf/Tätigkeit verweisen. Wer als Arzt gearbeitet hat und diesem Beruf nicht mehr nachgehen kann, kann also theoretisch dazu genötigt sein als Pförtner oder Kassierer zu arbeiten, wenn er diese Tätigkeit noch ausüben kann.


Ebenfalls ist es wichtig, das die Dauer die nötig ist um einen Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsrente stellen zu können nicht mehr als 6 Monate beträgt.

Eine dynamische Anpassung der Rente ist bei fast allen Anbietern mittlerweile eine Standardoption die man als Sparer auch nutzen sollte. Denn dadurch hat man die Möglichkeit den Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.



Günstige Berufsunfähigkeitsversicherung: Kosten kein Entscheidungskriterium


Eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit ist nicht billig. Für 1000 Euro Rente kann man als dreissigjähriger Mann zwischen 40 und 140 Euro Beitrag einkalkulieren. Wieviel genau, das hängt vor allem vom Versicherer, Geschlecht, Alter und dem körperlichen/geistigen Zustand ab. Es gibt grosse Unterschiede bei den Kosten: Eine Direktversicherung ist bei gleichen Leistungen oft sehr viel günstiger als ein Anbieter mit kostspieligem Maklernetz. Jedoch sollte man bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht vorrangig nach dem Preis den Anbieter auswählen. Wichtig ist ein umfassender Schutz ohne Leistungsausschlüsse. Leider bekommen genau diesen viele Menschen nicht, da Versicherer Personen mit Vorerkrankung oft ablehnen oder nur eingeschränkt versichern.


Gesundheit: Anbieter sieben Risikopersonen gnadenlos aus


Jedoch zeigt die Erfahrung das grade günstige Anbieter sehr strenge Bedingungen der Risikoprüfung haben. Hat man mehrere oder schwerwiegende Vorerkrankungen, so wird man von vielen Versicherungen gänzliche als Kunde abgelehnt. Ist man als erkrankter nochversicherbar, dann muss man damit rechnen das Leistungen die im Zusammenhang mit dieser Krankheit stehen von der Versicherung ausgeklammert werden.


Grundsheitsfragen:
Als Kunde ist man in der Pflicht, die Gesundheits-fragen die im Versicherungsantrag gestellt werden, vollständig und Wahrheitsgemäss zu beantworten. Antwortet man unvollständig oder vergisst wesentliche Details, dann kann die Versicherung im Falle einer Rentenbeantragung evt. den Vertrag anfechten und muss keine Rente zahlen.

Denn dann, wenn man Leistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt beginnt die Versicherung zu prüfen ob sie in diesem Falle zahlen muss. Kommt dabei heraus das die Krankheit oder die Ursache der Berufsunfähigkeit schon vor Versicherungsbeginn bekannt waren und bei den Antworten zu den Gesundheits-Fragen wurde dies nicht erwähnt, dann muss die Versicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Rente ausbezahlen. Reicht der Platz auf dem Versicherungsantrag nicht aus, dann sollte man zusätzlich ein Extrablatt benutzen und dies im Antrag vermerken.




Hohe Rente treibt den Preis


Die Höhe und vor allem die Versicherungsdauer sind Preistreiber von privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen. Je länger man nämlich den Versicherungsschutz geniesen möchte, umso teurer wird die Versicherungsdauer. Den meisten Menschen wird empfohlen die Versicherung bis zum Renteneintrittsalter (also 67 bzw. 65 Jahre für älteren Menschen) abzuschliessen. Denn grade im Alter ist die Gefahr Berufsunfähig zu werden besonders hoch.


Viele Menschen fragen sich wieviel BU-Rente sie versichern sollen. Optimal ist es, wenn man 60-80 % des derzeitigen Nettoeinkommens als Berufsunfähigkeits-Rentenhöhe wählt. Je mehr Rente man sich leisten kann, desto besser.
Jedoch dürften es dem Durchschnittsverdiener schwer fallen sein komplettes Nettoeinkommen per BU abzusichern, da mit der Höhe der Rente auch die Beiträge zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung steigen.




Vergleich und Rechner zu Berufsunfähigkeitsversicherung



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Kommentare (2)Add Comment
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geschrieben von Mittler, Dezember 19, 2009
Das klingt alls toll. Aber was ist wenns man keine Versiecherung dafür bekommt. ich habe das versucht und der Makler hat mir gesagt das ich abgelehnt wurde und keinen Vertrag abschliessen kann. er wollte mir dann stattdessen eine Pflegepolice verkaufen. die war aber voll teuer. Ist das ein guter Ersatz dafürr?
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geschrieben von Redaktion, Dezember 19, 2009
Guten Tag,

nur weil man von einer Gesellschaft abgelehnt wurde, heisst das nicht, das alle Versicherungen ablehnen. Man kann versuchen bei einer anderen Gesellschaft unterzukommen. Wir man öfters abgelehnt, so kann diese leider jedoch zur Folge haben das es immer schwerer wird einen Versicherungsvertrag zu bekommen. Denn die Versicherungswirtschaft führt Listen mit Risikopersonen (sogenannte HIS-Datenbank). Wird man abgelehnt, so kann es passieren das man mit auf diese Liste gesetzt wird. Steht man einmal auf dieser Liste gilt man als Vorbelastet. Jede Versicherungsgesellschaft kann dort Einsicht nehmen.
Allerdings nutzen nicht alle Gesellschaften diese Datenbank.

Hat man nicht die Chance versichert zu werden (z.B. weil man zu krank oder zu alt ist), dann bleibt als schlechte Alternative z.B. eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung oder eine Dread Disease Versicherung (gegen schwere Krankheiten). Alle diese Verträge bieten aber einen viel geringeren Schutz als eine Berufsunfähigkeitsversicherung (weil Sie nur in bestimmten Fällen zahlen, eine BU-Versicherung bietet weitaus umfangreicheren Schutz) und sind nur ein schlechter Ersatz für eine "Versicherung gegen Berufsunähigkeit".


Eine private Pflegeversicherung zahlt nur dann, wenn man in eine der gesetzlichen Pflegestufen eingestuft wird und zu einem gewissen Prozentsatz Pflegebedürftig wird. Sie ist zwar grundsätzlich sinnvoll, aber kein gleichwertiger Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 19. Dezember 2009 )
 

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